Beteiligung

NexCiCo+

Was braucht der Bürgerrat der nächsten Generation?
Wir testen in drei Kommunen, ob ein Bürgerrat das Demokratievertrauen auch bei denen stärkt, die nicht dabei sind.

Demokratie Bürgerinnenrat Bürgerrat Debatte Rednerpult Mikro Mikrofon

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Kurzbeschreibung

Welche Auswirkungen hat ein Bürgerrat auf die, die nicht dabei sind?

In NexCiCo+ setzen wir in drei kleinen Kommunen je einen Bürgerrat mit 30 gelosten Einwohner*innen um. Die gesamte Bevölkerung ab 16 Jahren laden wir vorher, direkt danach und ein Jahr später zur Befragung ein. So finden wir heraus, ob der Bürgerrat Vertrauen in demokratische Prozesse und das Gefühl von Selbstwirksamkeit auch bei denen stärkt, die nicht dabei waren. Das Projekt baut auf unserem Pilotprojekt NexCiCo auf. Partner sind GESIS, das MZES und drei deutsche Kommunen.

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Ausgangslage

Gute Erfahrungen, aber nur für wenige

Immer mehr Menschen wenden sich von der Demokratie ab, populistische Erzählungen gewinnen an Unterstützung. Bürgerräte gelten als Gegenmittel: Wer teilnimmt, fühlt sich danach wirksamer und vertraut der Politik mehr.

Ein Bürgerrat erreicht aber nur die Menschen direkt, die mitmachen. Ob er auf die übrige Bevölkerung ausstrahlt, ist kaum untersucht. Erste Ergebnisse aus unserem Pilotprojekt NexCiCo von 2024/25 deuten darauf hin, dass es solche Effekte gibt. Insbesondere in kleinen Kommunen, in denen 40 Prozent der Menschen in Deutschland leben. Das wollen wir nun genauer erforschen.

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Unser Ansatz

Wir verbinden echte Beteiligung mit einem Feldexperiment

Die Bürgerräte beraten über reale Fragen ihrer Kommune, und ihre Empfehlungen gehen in den Gemeinderat. Parallel messen wir, wie weit ihre Wirkung reicht.

Thema und Empfehlungen

Das Thema legen wir mit Bürgermeister*in und lokalen Akteuren fest. Die IOG moderiert jeweils drei Sitzungen, danach stellt der Bürgerrat seine Empfehlungen öffentlich im Gemeinderat vor.

Losen, aber gezielt einladen

Neben Einladungsbriefen mit Infoflyer sprechen wir Menschen über Vereine sowie Kultur- und Sozialverbände an. Eine repräsentative Zusammensetzung der Teilnehmenden sorgt dafür, dass der Bürgerrat die Kommune wirklich abbildet.

Wirkung auf drei Ebenen messen

Vor dem Bürgerrat, direkt nach seinem Abschluss und ein Jahr später befragen wir möglichst viele Einwohner*innen der Kommune ab 16 Jahren. Dann vergleichen wir drei Gruppen: die Eingeladenen, das Umfeld der Teilnehmenden und die Bewohner*innen der Kommune als Ganzes.

Faktor D Mitmacht Demokratie Festival

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Projektphasen

Phase 1
Kommune und Thema finden

Mit Bürgermeister*in, Verwaltung und lokalen Akteuren klären wir Rahmen, Ressourcen und die Frage, über die beraten wird.

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Phase 2
Erste Befragung

Alle Einwohner*innen ab 16 Jahren werden zur ersten Befragung eingeladen, bevor der Bürgerrat startet.

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Phase 3
Losen und einladen

Zufällig Ausgewählte erhalten einen Brief, zusätzlich laden wir über Vereine, Verbände und weitere Multiplikator*innen ein. Aus allen Zusagen werden 30 Teilnehmende gelost.

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Phase 4
Beraten und empfehlen

Der Bürgerrat tagt dreimal und übergibt seine Empfehlungen öffentlich dem Gemeinderat. Begleitend informieren wir die ganze Kommune über die Ergebnisse.

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Phase 5
Projektergebnis und Empfehlung für andere Kommunen

Befragungen direkt nach Abschluss des Bürgerrats und ein Jahr später zeigen, wie er in der Kommune wirkt. Daraus entstehen ein Leitfaden, Workshops und eine Abschlusskonferenz, damit andere Kommunen nachziehen können.

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Ergebnis

Am Ende wissen wir, wie weit ein Bürgerrat reicht

Veröffentlichte Effekte
Gemeinsam mit GESIS und dem MZES veröffentlichen wir, ob Bürgerräte auch im Größeren depolarisierend wirken und ob Vertrauen und Selbstwirksamkeit über den Kreis der Teilnehmenden hinauswachsen. Das tun wir auch dann, wenn die Effekte klein ausfallen oder ausbleiben.

Empfehlungen in drei Kommunen
In drei Kommunen liegen dem Gemeinderat Empfehlungen zu realen Fragen vor, erarbeitet von je 30 gelosten Einwohner:innen.

Wissen für andere Kommunen
Ein Leitfaden, Workshops und eine Abschlusskonferenz geben unsere Erfahrungen weiter und zeigen, was der Bürgerrat der nächsten Generation braucht.

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Kontakt

Projektdetails

Kooperation
GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

GESIS

Kooperation

MZES

Gefördert durch

VW Stiftung

Ansprechpartnerinnen

Sarah Ventura Foki

sarah@offenegesellschaft.org

Giulia Fellin (in Elternzeit)

giulia@offenegesellschaft.org

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