Ein KI-Werkzeugkasten für demokratische Kommunikation: Jetzt testen
Wie erreichen wir Menschen jenseits der eigenen Bubble? Wie werden aus komplexen Themen verständliche Botschaften? Welche Narrative schaffen Anschluss statt Abgrenzung? Und wie kommunizieren wir so, dass Menschen sich darin wiederfinden?
Diese Fragen beschäftigen derzeit viele Menschen und Organisationen, die sich für Demokratie engagieren. Besonders mit Blick auf die vergangene und die anstehenden Landtagswahlen in Deutschland wird deutlich: Gute Inhalte allein reichen nicht aus. Es kommt auch darauf an, wie wir über sie sprechen.
Warum demokratische Kommunikation jetzt wichtiger denn je ist
Autoritäre Bewegungen kommunizieren oft strategisch, einfach und emotional. Demokratische Akteur*innen verfügen dagegen über starke Werte, fundierte Lösungen und vielfältige Perspektiven, kommunizieren aber häufig fragmentiert oder reagieren vor allem auf bestehende Debatten.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Wie schaffen wir es, eigene demokratische Erzählungen stark zu machen und Menschen zu erreichen, die bislang nicht Teil unserer direkten Zielgruppen sind?
Um genau dabei zu unterstützen, stellt Faktor D ab sofort einen KI-Werkzeugkasten für anschlussfähige demokratische Kommunikation zur Verfügung.
👉 Hier geht’s zum Werkzeugkasten:
https://www.faktor-d.org/kennenlernen/ki-werkzeugkasten
Der Werkzeugkasten bündelt vorhandenes Wissen zu wirksamer demokratischer Kommunikation und macht es direkt für die Praxis nutzbar. Er richtet sich an Vereine, Initiativen, Stiftungen, Kommunen, Journalist*innen, Kampagnenmacher*innen und alle, die demokratische Werte verständlich, relevant und wirksam vermitteln möchten.
Dabei hilft das Tool unter anderem bei Fragen wie:
- Wie formuliere ich verständliche Botschaften für unterschiedliche Zielgruppen?
- Welche Narrative und Frames können Menschen erreichen?
- Wie übersetze ich komplexe Inhalte in klare Sprache?
- Wie entwickle ich eine Kommunikation, die verbindend statt ausgrenzend wirkt?
Gemeinsam entwickelt, wissenschaftlich fundiert
Der Werkzeugkasten basiert auf einem umfangreichen Entwicklungsprozess: 33 Kommunikations-Expert*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben ihre Erfahrungen eingebracht und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpft.
Aus dieser Zusammenarbeit entsteht derzeit ein Leitfaden für anschlussfähige demokratische Kommunikation. Der KI-Werkzeugkasten macht dieses Wissen bereits jetzt zugänglich und anwendbar.
Warum wir schon jetzt veröffentlichen
Eigentlich befindet sich das Projekt noch in der Entwicklung. Dennoch hat sich Faktor D bewusst dafür entschieden, den Werkzeugkasten bereits jetzt öffentlich zugänglich zu machen.
Der Grund: Gerade in den aktuellen politischen Debatten brauchen demokratische Akteur*innen Unterstützung nicht irgendwann, sondern jetzt. Statt auf die perfekte Version zu warten, soll das Tool bereits heute dabei helfen, Kommunikation wirksamer zu gestalten und gleichzeitig durch praktische Erfahrungen weiterzulernen.
Der Werkzeugkasten befindet sich deshalb in einer offenen Testphase. Jede Nutzung trägt dazu bei, das Angebot zu verbessern und besser zu verstehen, was anschlussfähige demokratische Kommunikation in der Praxis tatsächlich braucht.
Je mehr Menschen den KI-Werkzeugkasten in unterschiedlichen Kontexten testen, desto mehr können wir gemeinsam lernen. Deshalb freuen wir uns über Feedback, Anwendungsbeispiele und Weiterempfehlungen.
👉 Hier geht’s zum Werkzeugkasten:
https://werkzeugkasten.faktor-d.org
Probiert ihn aus, gebt ihn weiter und helft mit, demokratische Kommunikation stärker, verständlicher und wirksamer zu machen.
Fragen, Anmerkungen oder Feedback?
📧 hallo@faktor-d.org
Über das Projekt
Der KI-Werkzeugkasten wurde von Faktor D initiiert. Die technische Entwicklung wurde von der CODE University of Applied Sciencesunterstützt.
Faktor D wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator Schweiz und der ERSTE Stiftung.